Die wichtigsten Hilfsmittel
Wichtigstes Werkzeug der Mundhygiene ist nach wie vor die Zahnbürste. Nur leider wird sie von den meisten Menschen viel zu selten gewechselt. Spätestens wenn sich Verbiegungen an den Borsten zeigen, soll die Zahnbürste gewechselt werden ,ebenso nach Genesung von einer Infektionskrankheit.
Auf die richtige Anwendung (mindestens zweimal täglich) kommt es an. Die Bürste soll zur Zahnachse um etwa
45 Grad angewinkelt werden, so dass ihre Borstenenden in die Zahnfleischtasche hineinzeigen. Die Putzbewegungen sollen rüttelnd, fast auf der Stelle kreisend sein. Großflächiges Darüber-Schrubben ist zu vermeiden (sog. modifizierte Bass-Technik).
 
Die Zahnzwischenräume werden von der Zahnbürste nur unzureichend erreicht. Deshalb bedarf es hier i.d.R.einmal täglich der Anwendung besonderer Hilfsmittel. Dabei gibt die anatomische Situation das geeignete Hilfsmittel vor.
*    Gesundes Zahnfleisch:
Zahnseide
**   geringfügig zurückgegangene Papillen: Flausch-Zahnseide ("Superfloss") , die auch zum Reinigen unter Brücken und an Implantaten empfehlenswert ist.
***  stärker zurückgegangene Papillen:
Interdentalbürstchen. Wählen Sie die richtige Größe. Sie sollten den Interdentalraum ausfüllen, ohne mit zuviel Widerstand eingebracht zu werden.
 
Und denken Sie auch daran: Zahnbeläge (Plaque,Biofilm) sind nicht nur ein lokales Problem der Mundhöhle. Se haben Auswirkungen auf den gesamten Oganismus. Mit der Belastung der Mundhöhle durch Keime und Parodontitis steigt auch die Wahrscheinlichkeit , an Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. Ebenso steigt bei Schwangeren mit Parodontitis die Wahrscheinlichkeit einer untergewichtigen Frühgeburt.
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Kaugummi-Kauen tut den Zähnen gut , denn es regt den Speichelfluss an.
 
Der Speichel wiederum ist das wichtigste physiologische Schutzsystem für Zähne und Mundschleimhaut.  Er neutralisiert Säuren und stellt  Kalzium - und Phosphationen zur Remineralisation der Zähne zur Verfügung.
 
Deswegen ergänzt der Kaugummi die Zahnpflege , besonders unterwegs wenn eine Zahnbürste nicht zur Hand ist      -  .Voraussetzung: Der Kaugummi sollte natürlich zuckerfrei sein. Das ist heute bei über 80% der Kaugummis auf dem deutschen Markt der Fall. Noch besser ist es , wenn der Kaugummi den Zuckeraustauschstoff Xylit enthält (s.o.).
 
Die folgende Abb. zeigt den Verlauf des pH-Wertes im Mund nach einer Mahlzeit.
rote Kurve: ohne Kaugummi bleibt der pH-Wert lange im sauren Bereich , d.h. "Stress" für die Zähne ; blaue Kurve: mit Kaugummi kehrt der pH-Wert schnell in den neutralen Bereich zurück.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                (Quelle:  Wrigley Oral Healthcare programs)
Kaugummi-Wirkung
Mundgeruch  (Halitosis)
Wie entsteht Mundgeruch?
Der Stoffwechsel anaerober  ,  (ohne Sauerstoff  überlebensfähiger) Bakterien setzt   gasförmige Schwefelverbindungen frei, die wir als unangenehm riechend wahrnehmen.
 
Wo entsteht Mundgeruch?
Die Entstehungsorte   des Mundgeruchs können sehr unterschiedlich sein, es gibt aber ganz klare Präferenzen für seine Entstehung.
 
Magen ?   Sehr selten , nur zu 0,1%
 
Wenn der Magen nicht gut gegen die Speiseröhre abgedichtet ist , kann es von dort aus zur Geruchsbildung kommen. Das ist jedoch faktisch nur sehr selten. Da diese Information bei vielen Ärzten noch wenig verbreitet ist , werden oft unnötige Magenspiegelungen durchgeführt , die den Mundgeruchspatienten nicht wirklich weiterhelfen.
 
Kieferhöhle oder Rachenmendeln ?   Selten , nur zu max. 3 %


Grundsätzlich sollte eine Sinusitis oder Tonsilitis als mögliche Ursache abgeklärt werden, denn dabei kommt es zur Vermehrung anaerober Bakterien mit ihrem geruchsbildenden Potential. In der Praxis gehören sie aber zu den seltenen Ursachen.
 
Karies oder undichte Zahnfüllungen?  Manchmal.
 
Schlechte Zähne kommen aber als Ursache nur dann in Frage, wenn die Defekte sehr ausgedehnt sind.
 
Parodontitis?  Häufiger.
 
Die Entzündung des Zahnfleisches mit Zerstörung des Zahnhalteapparates und Taschenbildung ist die zweithäufiigste Ursache für Mundgeruch. Die Zahnfleischtaschen , die von Zahnbürste und Mundwasser kaum erreichbar sind, stellen ideale Orte für die Bakterienvermehrung dar.
 
Zungenbelag ?  Mit Abstand am häufigsten.
 
Die Mundschleimhaut ist glatt, mit einer Ausnahme: die Zungenoberfläche ist mit zahllosen  Grübchen und Furchen und Geschmackspapillen  extrem rauh. Nirgendwo im Mund gibt es so viele Bakterien wie auf der Zunge. Wir erkennen sie am Zungenbelag.   Hier liegt die mit Abstand häufigste Ursache für Mundgeruch.
Sondereinflüsse:
Diäten:    Wenn der Organismus im Rahmen einer Diät Fettspeicher abbaut, entstehen  als Stoffwechsel-Endprodukte sog. Ketonkörper , die mit der Atemluft abgegeben werden und  von sehr unangenehmen Geruch sind.
Mundtrockenheit:   Mit dem Speichel werden geruchsaktive Stoffe verdünnt und einfach heruntergeschluckt. Mundtrockenheit kann daher Mundgeruch fördern. Die Speichelproduktion kann z.B. eingeschränkt sein  als Nebenwirkung mancher Medikamente (Schlafmittel und Antidepressiva ) oder bei Strahlentherapie. Auch mit dem Lebensalter läßt die Speichelproduktion nach.

Therapie:
Die Therapie richtet sich naturgemäß nach der Ursache.  Die Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch mit professioneller Zahnreinigung sind auf jeden Fall zu empfehlen. Ebenso sollte die tägliche Mundhygiene auf Zahnseide bzw. Inter- dentalbürstchen nicht verzichten.
 
 Bei der häufigsten Ursache , dem Zungenbelag , sollten verwendet werden:
1.  ein
Zungenreiniger, welcher aufgrund seiner flachen und breiten Form besser zur Zungen- reinigung geeigneter ist als die Zahnbürste.    Zungenreiniger werden u.a. von Dr.Best.   ,   One-drop-only  und  TePe  angeboten.         
 2. eine
antibakterielle Mundspülung , wie Listerine oder das neue Meridol Halitosis (ab Mai 2009 im Handel..Es besitzt Zink-Lactate und eine spezielle Formel ätherischer Öle , welche geruchsaktive
Schwefelverbindungen deaktiviert.)
Zungengrund
Halitosis-Massnahmen
Die richtige Ernährung
Mundgeruch  (Halitosis)
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Lebensmittel mit diesem Zeichen sind zahn- schonend , weil sie keinen Zucker enthalten , sondern Zuckeraus- tauschstoffe. - Weitere Tipps und eine Liste zahn- freundlicher Produkte finden Sie unter
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www.zahnmaennchen.de
Zahnputztechnik
45°
modifizierte Bass-
Technik
Weniger Säure -Impulse
 
 
Zucker +  Bakterien   =   Säurebildung   =  Karies
 
f
ede Nahrungsaufnahme bedeutet einen mehr oder weniger starken Säureimpuls für die Zähne.
Der normale , ungefährliche pH  Wert in der Mundhöhlöe liegt bei  6  - 7 , also im schwach sauren Milieu.
Das Kariesrisiko steigt durch Aufnahme von Lebensmitteln , die Zucker und / oder Säure enthalten.
Durch diese Lebensmittel wird der pH  Wert in Bereiche von 4 - 5 verschoben.
Dann liegen viele Säuren im Mund vor , die die Zahnsubstanz zerstören.  
 
Es kommt also darauf an , möglichst wenige Säure-Impluse auf die Zähne einwirken zu lassen.
Also :  wenige Zwischenmahlzeiten
         und möglichst nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen , um den sauren pH wieder zu             
         neutralisieren..  
 
 
 
Besonders kritische Lebensmittel meiden
 
Hier einige Zucker-Weltmeister:
100g  Schokolade                        19  Stück Würfelzucker
100g  Marmelade                         22
100g  Honig                                 29
1 l      Limonade                          34
1 l      Cola                                   45
500ml Ketchup                            50
1 Tüte Gummibären                    77
1 Glas Nutella                             80
ebenso schlecht: „Milchschnitte" und gesüsste Kindertees
 
             
Als gesund gelten
Fruchtsäfte. Weniger bekannt ist deren dreifaches kariogenes Potential.
1.Es gibt große Unterschiede hinsichtlich des Fruchtgehaltes
Fruchtsaftgetränk : 6 % Frucht , Rest Zuckerwasser
Fruchtnektar:         50% Frucht , Rest Zuckerwasser
reiner, ungezuckerter Fruchtsaft: 100% Frucht (enthält aber immer noch reichlich Fruchtzucker)
2.Außer dem Haushaltszucker , der Saccharose , gibt es noch weitere Zuckerarten , so z,B. den Fruchtzucker , die Fructose , die reichlich in Fruchtsäften und Obst enthalten ist. Das am stärksten kariogene Obst ist übrigens die Banane.
3.Der pH-Wert der Fruchtsäfte liegt bei 3,2  4,7 , also im kritischen Bereich
(Fruchtsäure!) Fruchtsäfte daher möglichst nur zu den Hautmahlzeiten.
.
Light  Getränke gelten ebenfalls als unbedenklich.
Zu unrecht, denn sie sind ebenfalls stark kariogen durch den sauren pH von ca. 3.
Ebenfalls statrk säurehaltig: Vitamin-C-Brausetabletten und Salatessig.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Saccharose durch Xylit ersetzen
 
Es gibt mehrere Stoffe , die den Rohrzucker (Saccharose) ersetzen können.
Zuckeraustauschstoffe  haben etwa den gleichen Kalorienwert und Süßkraft wie die Saccharose.
Hervorzuheben ist hier das
Xylit , welches den großen Vorteil besitzt , auch noch die Glykolyse zu hemmen und bakteriostatisch zu wirken. Nachteil: Xylit fördert Durchfall.
 
Zuckerersatzstoffe ,auch als „Süßstoff bekannt, haben keine Kalorien , aber eine 500fach höhere Süßkraft als Rohrzucker. Die bekanntesten Vertreter sind: Saccharin,Aspartam,Cyclamat. Sie sind allerdings nicht koch  und backfest , nicht bakteriostatisch und schädliche Nebenwirkungen (kanzerogen?) werden diskutiert.
 
Mittel der Wahl zur Saccharose-Substitution ist also das Xylit. In der Ernährungsberatung wird empfohlen, den Rohrzucker allmählich durch Xylit zu ersetzen. Empfohlene Tagesdosis: 30-50g.
 
Beim Kauf von Süßigkeiten auf das
Zahnmännchen achten.
Produkte ,die dieses Symbol tragen , sind häufig mit Xylit gesüßt.Das Symbol besagt konkret aber nur , dass  innerhalb von 30 min nach dem Verzehr dieser Produkte der Plaque pH nicht unter den kritischen Wert von 5,7 absinken darf. Die Zahnmännchen-Produkte sind also nicht unbedingt ganz zuckerfrei.
 
Fluoridiertes Speisesalz und Mineralwasser mit Fluoridgehalt unterstützen fluoriodhaltige Zahncreme und Mundspülungen. Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen ihn vor Säureattacken.
Obst-bedingte_Erosion
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Kaugummi ?  Ja bitte !