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Betrachtebn wir folgendes Beispiel: An einem der beiden devitalen Schneidezähne ist eine Ecke abgebrochen, weil der Schmelz nervtoter Zähne versprödet (1). Auch die Brücke vom Eckzahn auf den zweiten kleinen Backenzahn muss erneuert werden.
 
Anhand von Röntgenbildern und nach eingehender Untersuchung berät der Zahnarzt die Patientin (2).
 
Nach beendeter Behandlung des Zahnfleisches werden die Zähne zu Stümpfen für die Überkronung
präpariert(3).  Um eine wirklich schöne, aber unauffällige Restauration (hier Kronen auf die mittleren Schneidezähne und eine Seitenzahnbrücke) , ist die Bestimmung der Zahnfarbe sehr wichtig (4)
 
Der Zahntechnikeroder der Zahnarzt  macht sich bei der Zahnfarbbestimmung in der Regel detaillierte Notizen, die von großer Bedeutung für seine spätere Arbeit sind..
Einblicke in eine "unbekannte" Welt ,
die Welt des zahntechnischen Labors   

 
 
Liebe Patientin , lieber Patient !
 
Schöne Zähne sind Lebensqualität. Dies ist unbestritten. Wie häufig überzeugen Sie Ihre Mitmenschen nur mit Ihrem Lächeln? Deshalb spielt bei der Herstellung von Zahnersatz die Berücksichtigung Ihrer individuellen , natürlichen Ausstrahlung eine sehr wichtige Rolle. Aber auch die Wiederherstellung der Kaufunktion durch den Zahnersatz ist von zentraler Bedeutung. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf Ihre allgemeine Gesundheit.
 
Ihr Zahnarzt und Ihr Zahntechniker leisten zur Wiederherstellung der Ästhetik und Funktion wahre Präzisionsarbeit. Aber während Sie die Arbeit des Zahnarztes live miterleben, bleibt Ihnen der Beitrag des Zahnterchnikers weitgehend verborgen. Die folgenden Seiten sollen Ihnen Einblicke in die"unbekannte"  Welt des zahntechnischen Labors geben.
 
Die häufig angewandte Versorgungsform mit Kronen und Brücken steht dabei beispielhaft für eine Vielzahl von Möglichkeiten in der Zahnprothetik.
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Für die Arbeit im zahntechnischen Labor macht der Zahnarzt Präzisionsabformungen vom Ober- und Unterkiefer (5)
 
Die oft sehr empfindlichen Zahnstümpfe werden mit Provisorien versorgt Dies sind einfache Kronen und Brücken , die für einige Tage bis Wochen die Stümpfe schützen und die Kaufunktioon sicherstellen (6)
 
Die Helferin vereinbart mit dem zahntechnischen Labor den Termin- ablauf für die Herstellung der Restaurationen bs zur endgültigen Eingliederung und schreibt einen Auftrag mit allen notwendigen Informationen für den Zahn- techniker.
Die oberen und unteren Zahnreihen verschlüsseln sich im gesunden natürlichen Gebiss sehr innig, wie es das untenstehende Bild der Patientin mit eingesetzter proviso- rischer Versorgung zeigt (8).
Wir Fachleute bezeichnen das auch als " harmonische Okklusiobn", vor allem dann, wenn beim Kauen die unteren Zähne störungsfrei nach vorn oder seitwärts in Kontakt zu den oberen Zähnen vorbeigleiten können.
 
Der Artikzulator ist ein "Kausimulator" , mit dessen Hilfe der Zahntechniker solche Bewegungen nachvollziehen kann.
 
Dazu ist es wichtig , die Lage der Zähne zum Schädel und zum Kiefergelenk zu bestimmen., denn nur dann, wenn wir diese Lage in den Artikulator übertragen, gleichen
die Bewegungen im Artikulator dem natürlichen Vorbild.
 
Diese räumliche Lagebestimmung erfolgt mittels eines Gesichts- bogens (9). Seine Anwendung ist besonders bei großen Arbeiten wichtig.
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Das Meistermodell ist die wichtigste Arbeitsgrundlage für den Zahn- techniker. Erstellt es in mehreren Arbeitsschritten aus hochwertigen Spezialgipsen nach den Präzisions- abformungen des Zahnarztes her und hat somit eine exakte Kopie des Gebisses (11)
 
Um jeden präparierten Zahn exakt für den technischen Arbeitsgang bearbeiten zu können, ist ein Teil des Meistermodells in Segmente zerlegt, die durch Stifte jederzeit präzise in den Modellsockel zurück- gesetzt werden können (12).
 
Die Unterkante der präparierten Zahnstümpfe (die Präparations- grenze) wird mit einer hauchdünnen Linie markiert (13).
Speziallack schützt den Stumpf, damit die notwendige Präzision bei allen Arberitsschritten erhalten bleibt (14)
 
Spezialwachse sind ein wichtiger Hilfsstoff für den Zahntechniker. Damit rekonstruiert er auf dem Modell die Zahnformen der Patienten. Tropfen für Tropfen wird das verflüssigte Material mit einer Sonde aufgetragen (15). Form und Stellung der rekonstruierten Zähne sind für das ästhetische Bild sehr wichtig. Das Modell ist durch eine elastische Maske als Ersatz für das Zahnfleisch wieder zur natürlichen Form ergänzt (16).   (...)
Zuerst wird das Edelmetallgerüst unter der keramischen Verblendung für die Kronen und die Brücke hergestellt. Hauteng und in gleichmäßiger Stärke umschließt eine Spezialwachsschicht den Stumpf(17). An der Präparations- grenze ist höcstmögliche Pass- genauigkeit gefordert, damit sich dort später keine Karies bilden kann. Dort korrigiert der Zahntechniker unter dem Stereo- mikroskop, damit dieser Rand absolut genau das beschliffene Dentin abdeckt(18), bis der Wachsrand perfekt geformt ist (19).( ...).
 
Für den Gießprozess werden alle Wachsmodellationen mit Zuführ- kanälen nach sehr genauen Richtwerten versehen und auf einen Eingusstrichter für das flüssige Edelmetall montiert (21). Der Gießvorgang kann beginnen.
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Die Wachsmodellationen werden in einer Gießform mit einer speziellen feuerfesten Masse ummantelt(22) Nach dem Erhärten dieser sog. Einbettmasse muss die Gießform bis auf 850 °C vorgewärmt werden(23). Das Wachs ist dann ausgebrannt und der verbleibende Hohlraum in der Gießform bereit zur Aufnahme der flüssigen Schmelze. Die Kollegin unseres Zahn- technikers entnimmt die Gießfotrm dem Vorwärmofen (24)und setzt
sie in die zum Guss vorbereitete Gießmaschine (25). Sie startet einen komplexen technischen Vor- gang.
Die Legierung wird mit Hochfrequenzstrom in einem Tiegel unter Vakuum geschmolzen (26) und beim Erreichen der Gießtemperatur in die Gießform abgegossen. Dabei presst Druckluft die Schmelze durch die Zuführkanäle in die Hohlraume der Gießform.
Unmittelbar danach wird diese dem Gussgerät entnommen und zum Abkühlen abgestellt (27).
Der mit Edelkorund im Sandstrahl- gdebläse gereinigte Präzisionsguss muss fehlerfrei und bis in feinste Ränder ausgeflossen sein(28)
 
Der Zahntechniker kontrolliert jedes Detail unter dem Stereomikroskop (29).So sieht er das "Inenleben" der Kronenkappen und korrigiert winzigste Fehler, falls es notwendig ist (30).
 
Die präzise Passung der von den Zuführkanälen abgetrennten Kronen- kappen ist Voraussetzung für den Fortgang der Arbeit. (31 u. 32). Auf Wunsch des Zahnarztes kann eine Passungskontrolle im Mund des Patienten vorgenommen werden.
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Der Zahntechniker bearbeitet die Oberfläche der Edelmetallgerüste, um sie für den Keramik-Metall- Verbund vorzubereiten (34). Die danach mit Edelkorund aufgerauhten Flächen sind u.a. sehr wichtig für die daierhafte Verbindung der Keramikmasse mit der Edelmetallegierung.
Zunächst wird eine Grundmasse aufgetragen , die das Metall optisch abdeckt. Dann folgen diverse Dentin - und Schmelzmassen. Der Aufbau der Zahnkronen und des Brücken- zwischengliedes entsteht in vielen
Schichten mit unterschiedlich eingefärbtem Keramikpulver, das mit einer Modellierflüssigfkeit zu sahniger Konsistenz angemischt wurde.
Der Zahntechniker nimmt die angemischte Keramikmasse mit einem spitz zulaufenden Pinsel aus hochwertigem Rotmarderhaar auf und plaziert sie sehr gezielt, um das natürliche Farbspiel der Zähne so echt wie möglich   zu  kopieren (38-
40).  Dabei stehen ihm mehrere Dutzend verschiedener Farben zur Verfügung. - Diese moderne Keramikschichttechnik geht im Grundprinzip auf die Lasur- maltechnik der Brüder van Eyck (14.Jrh.) zurück.
Die beiden Kronen sind soeben nach dem ersten Brand aus der Vakuumkammer des Keramikbrenn- ofens herausgefahren(41). Der erste Brand ist noch nicht perfekt aber man erkennt schon die Grundform (42).  Es kann auf den ersten Brand für den zweiten zwecks notwendiger Korrekturen erneut Keramikmasse aufgetragen werden (43).
 
Letzte Formgebung und feinste Oberflächenstrukturen werden vom Zahntechniker mit zierlichen Schkleifwerkzeugen heraus- gearbeitet. Um plastischer sehen zu können, wurde in unserem Falle die Oberfläche der Zähne mit Silberpulver angepinselt.(44).
 
Die Patientin ist noch einmal in die Praxis gekommen. Die liebevoll gearbeiteten Kronen und die Brücke sollen zur KOntrolle einprobiert werden, denn jetzt sind am Rohbrand Korrekturen noch problemlos durchführbar (45). (...)
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Sehr dezente Farbnuancen werden vor dem Glanzbrand mit keramischen Malfarben aufge- tragen (47)  Diese brennen beim Schlussbrand fest. Metall ist an den Kronen für die Patientin nicht sichtbar. In einem aufwendigen Ver -fahren hat der Zahntechniker eine präzise Keramikschultrer ausgear- beitet (48-50). Nur am Brücken-glied muss aus Stabilitätsgründen auf der unsichtbaren Innenseite eine Metalleiste unverblendet bleiben (51).
Zahntechnische Prothetik ist immer auf die individuelle Anatomie des Patienten zugeschnittene Präzi- sionsarbeit. Fertigteile und Rationalisierung , die anderswo Kosten reduzieren , können hier kaum Anwendung finden.
 
Könnte man die Maßstäbe der industriellen Fertigung auf die Zahntechnik anwenden , wäre Zahnersatz  vielleicht  billiger, aber
unten:
Die Kronen und die Brücke sind ein-zementiert (52 , 53). Mit ihrer neuen Restauration wird die Patientin viele Jahre Freude haben.
ein   massives  Defizit in    Funktion,
Form und Farbe wären die Folge. Denn jeder Mensch ist ein Individuum, jeder Zahn ist einmalig.
 
Deshalb ist eine Zahnprothetik, die eine optimale Kaufunktion ermöglicht und die Ausstrahlung Ihrer Persönlichkeit wieder herstellt oder sogar steigert, auf jeden Fall ihren Preis wert.
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Rechtes Bild:
Neben diesem klassischen Her- stellungsweg gewinnt die digitale Fertigung immer mehr an Bedeu- tung. Hierbei werden die Zähne eingescannt und Fräsmaschinen fräsen aus einem Zirkon-Keramik- Block Inlays , Kronen und Brücken heraus (CAD / CAM : computer aided design + manufacturing). Die Werkstücke werden von Hand nur noch veredelt.